Australien: Schmerzensgeld nach Känguru-Attacke - DER SPIEGEL
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Australien Schmerzensgeld nach Känguru-Attacke

Im australischen Grafton hat ein Känguru einen 13-jährigen Jungen beim Golfspielen angegriffen. Das Beuteltier sprang auf ihm herum und fügte ihm einen Wangenbruch zu. Nun entschied ein Berufungsgericht, dass der Junge von dem Golfclub, auf dessen Terrain die Attacke passierte, Schmerzensgeld erhält.
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Sydney - Steven Shorten hatte den Golfklub in Grafton im Staat New South Wales verklagt. Shorten sagte vor Gericht, das Känguru habe im Oktober 1996 plötzlich vor ihm gestanden und ihn wie ein Hund angeknurrt. Er sei zurückgewichen, doch das Tier sei ihm gefolgt und habe ihn an der Hüfte gepackt.

Erst als Shorten mit seinem Golfschläger auf das Känguru einschlug, ließ es sein Opfer los. Wenig später tauchte es jedoch wieder auf, warf den damals 13-Jährigen zu Boden und sprang auf ihm herum. Shorten erlitt einen Knochenbruch an der Wange und Gesichtsverletzungen. Ein Richter hatte die Klage gegen den Klub wegen Vernachlässigung seiner Sorgfaltspflicht zunächst zurückgewiesen.

Das Berufungsgericht in Sydney erklärte, der Klub hätte Spieler vor dem "geringen Risiko von Verletzungen durch ein gelegentlich aggressives Känguru" warnen müssen. Richter Gerald Fitzgerald sagte, bereits vor 1996 seien vier Mal Golfer in Grafton von den Beuteltieren angegriffen worden. Seit Shortens Erlebnis ist auf den Zählkarten des Vereins der Satz zu lesen: "Wilde Tiere können gefährlich sein - halten Sie Abstand."