Australien: Schwere Explosion in Feuerwerksfabrik - DER SPIEGEL
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Australien Schwere Explosion in Feuerwerksfabrik

Eine heftige Explosion hat eine Feuerwerksfabrik bei Sydney zerstört. Im Umfeld der Explosion wurden 20 Gebäude vernichtet und 30 weitere beschädigt. Menschen wurden offenbar nicht verletzt. Die Fabrikleitung vermutet Brandstiftung.
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Sydney - Eine Explosionsserie hat in der Nacht zum Sonntag große Teile der Feuerwerksfabrik Howard and Sons Pyrotechnics zerstört. Die Explosion ereignete sich im kleinen Ort Wallerawang, gut 160 Kilometer von Sydney entfernt.

In der Umgebung der Fabrik zerbarsten nach Polizeiangaben die Fenster mehrerer Wohnhäuser. Türen wurden durch die Wucht der Explosion eingedrückt. Die Detonation war dreißig Kilometer weit zu hören, berichteten Anwohner. Wegen der vielen Detonationen konnte die Feuerwehr zunächst nicht zu den Bränden auf dem 150 Hektar großen Gelände vordringen, teilte eine Feuerwehrsprecherin mit.

Nach Angaben des Besitzers Andrew Howard wurden auf dem 150 Hektar großen Gelände 20 Gebäude zerstört und 30 beschädigt. Die Behörden richteten eine Sperrzone von einem Kilometer im Umkreis der Fabrik ein und evakuierten zeitweise zehn Wohnhäuser.

Es war unklar, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Menschen auf dem Gelände befanden. Nach einem Fernsehbericht vermutete die Polizei, ein Eindringling könne die Explosion verursacht haben und dabei möglicherweise getötet worden sein.

Explosion "höchst verdächtig"

Polizei- und Feuerwehrexperten drangen am Sonntag in das Gelände ein, um nach der Ursache der Explosionen zu suchen. Die Explosionsserie begann ersten Ermittlungen zufolge in einem Frachtcontainer. Ersten Ermittlungen zufolge wurden zudem weitere Container geöffnet.

Andrew Howard, einer der Besitzer des Familienkonzerns, hält die Detonation für eine "höchst verdächtige Angelegenheit". Seine Firma produziere Feuerwerkskörper für Profis - und diese flögen nicht grundlos in die Luft. "Sie benötigen auf jeden Fall eine Zündung, eine Zündquelle oder ein Feuer oder Funken irgendwelcher Art, die sie auslösen", sagte er.

Bevor klar sei, ob sich Menschen in der Fabrik aufgehalten hätten, müssten Schutt und Trümmer gründlich durchsucht werden, sagte Polizeisprecher Greg Martin: "Aber ich kann Ihnen versichern, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion niemand legal auf dem Gelände befand."

Der Schaden sei so groß, das die Neujahr-Feuerwerkshows in Melbourne, Adelaide und Brisbane möglicherweise abgesagt werden müssten, sagte Howard. Das Unternehmen beliefert die Organisatoren der dortigen Feuerwerkshows. "Wenn es einen miserablen Zeitpunkt für so etwas gibt, dann diesen", sagte der Fabrikant.

Die Fabrik Howard and Sons hat unter anderem im vergangenen Jahr das Feuerwerk für die Commonwealth-Spiele und 2002 für die Fußballweltmeisterschaft Südkorea und Japan geliefert.

ssu/AFP/AP