Australien: Tausende Koalas sterben im Feuer - DER SPIEGEL
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Australien Tausende Koalas sterben im Feuer

Für die Menschen, die ihre Häuser in den Flammen verlieren, sind die Buschbrände eine Katastrophe. Aber auch die Tierwelt in Ost-Australien leidet. Koalas, die wegen ihrer Langsamkeit nicht vor den Feuern fliehen können, sind schutzlos ausgeliefert.
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Sydney - Zwar hat die sommerliche Hitze etwas abgenommen - die Temperaturen sanken auf rund 28 Grad - zu einer echten Entspannung hat das allerdings noch nicht geführt. Noch immer brennen Tausende Büsche und Wälder, besonders um die Hafenstadt Sydney und an zahlreichen Orten in New South Wales, Australiens bevölkerungsreichstem Bundesstaat, wüten noch etwa hundert Feuer. Die Rauchwolken sind im mehr als 2000 Kilometer entfernten Neuseeland zu sehen.

Den Buschbränden sind nach Angaben von Wildhütern bereits Tausende Koalas zum Opfer gefallen. Vom Lebensraum der Tiere ist vielerorts nur Asche übrig. Wegen ihres hohen Ölgehalts gehen Eukalyptusbäume, in denen die Tiere leben, schnell in Flammen auf - schneller, als die langsamen Koalas flüchten können, erklärte der Direktor der Nationalparkverwaltung, Brian Gilligan. Bereits jetzt gelten die Tiere als bedroht, die Feuer könnten daher letztlich Auswirkungen auf ihr Überleben als Art haben. Die Australische Koala-Stiftung schätzt die Zahl der seit 1930 unter Schutz stehenden Tiere auf weniger als 100.000.

Nach Ansicht der Experten dürfte es 15 Jahre dauern, bis sich die Eukalyptuswälder wieder erholt haben. Und selbst wenn die Koalas dem Flammeninferno entkommen sind, droht ihnen der Hungertod.