Australien Touristen flüchten vor Monstersturm
Sydney - Der Wirbelsturm "Ingrid" ist nach Angaben der Zeitung "Sydney Morning Herald" der schlimmste seit 100 Jahren, der den Norden von Queensland bedroht. Der Zyklon werde riesige Wellen mit sich bringen, so dass die Küste nicht nur vom Sturm, sondern auch von Überschwemmungen heimgesucht werden könnte.
Der Gemeinderatschef der betroffenen Region riet den Anwohnern, sich in Sicherheit zu bringen. "Das ist das Beste, was man tun kann", sagte der Politiker einem Radiosender. "Gebäude und Autos und Besitztümer kann man ersetzen, Menschenleben nicht."
Viele Menschen, die sich entschieden haben zu bleiben, füllen nun ihre Vorratslager auf. Mit Sandsäcken und Brettern versuchen sie, ihre Häuser sturmsicher zu machen. Manche kehrten der dünn besiedelten Region im Norden von Queensland auch vorübergehend den Rücken. Bereits gestern wurden Dutzende Hotels und Ferienressorts aus Sicherheitsgründen evakuiert.
Die Meteorologen rechnen damit, dass "Ingrid" morgen früh (Ortszeit) die Region erreicht. Er hat sich bei seinem Weg über den Ozean zwar von der Kategorie 5 auf 4 abgeschwächt, wird mit Windgeschwindigkeiten von rund 280 Stundenkilometern aber noch immer als äußerst gefährlich eingestuft. Im Jahr 1974 hatte ein ähnlich starker Sturm die Stadt Darwin an der Nordküste Australiens zerstört. Bei dem Unwetter waren 65 Menschen ums Leben gekommen.