Auto versinkt in Elbe Vermisstes Kind vermutlich tot
Elster - Noch immer suchen Rettungskräfte mit Schlauchbooten, Tauchern und einem Hubschrauber an den Uferzonen nach dem achtjährigen Jungen. Wegen der Dunkelheit und der starken Strömung war die Aktion gestern Abend abgebrochen worden. Heute früh wurden die Suchmaßnahmen fortgesetzt. Hoffnung, dass das Kind noch leben könnte, gibt es jedoch nicht, ließ die Dessauer Polizei verlauten.
Aus bislang unbekannter Ursache war gestern das Auto des 68-jährigen Betreuers der vier Jungen in den eisigen Fluss gerollt und gesunken. Der Fahrer hatte den Mitsubishi Carisma auf einer abschüssigen Straße im Bereich der Fähranlegestelle abgestellt und war kurz ausgestiegen. Von dort rollte der Wagen in die Elbe, wurde rund 300 Meter weit abgetrieben und ging unter. Die Fähre befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa in der Mitte des Flusses.
Zwei der Kinder im Alter von sieben und neun Jahren konnten sich noch selbst befreien und ans Ufer retten. "Dass den Kindern das gelang, grenzt an ein Wunder. Die Strömung ist dort so stark, dass sie selbst unseren Tauchern gefährlich werden kann", sagte Marcus Benedix, Sprecher der Polizeidirektion Dessau.
Der Betreuer erlitt einen Schock. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Gruppe aus dem Raum Jessen war auf dem Weg zu einem Schachturnier gewesen.