Autobahn-Drängler: War das Raser-Auto verkabelt? - DER SPIEGEL
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Autobahn-Drängler War das Raser-Auto verkabelt?

Der vermutlich in den tödlichen Unfall auf der A 5 verwickelte Mercedes soll für Testzwecke verkabelt gewesen sein. Der Konzern bestreitet dies jedoch.
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Stuttgart - An dem Mercedes 600 CL seien Sensoren angebracht gewesen, die Daten für Testreihen liefern sollten, berichtet die "Stuttgarter Zeitung". DaimlerChrysler dementiert dies jedoch. "Das Auto befand sich im Zustand eines regulären Serienfahrzeugs. Darin befanden sich keine zusätzlichen Messgeräte", sagte Konzernsprecherin Nicole Ladage der Nachrichtenagentur ddp.

Es habe sich "um keinen Testwagen und keine Versuchsfahrt, sondern um eine reguläre Dienstfahrt mit einem vom TÜV zugelassenen Wagen aus dem Fuhrpark des Konzerns" gehandelt. Die Zeitung hatte den für Testfahrten zuständigen Sprecher des Konzerns, Norbert Giesen, mit der Aussage zitiert, die Anbringung solcher Sensoren an verschiedenen Stellen des Motors und die Aufzeichnung der Daten sei ein "durchaus übliches Verfahren".

Bei dem Unfall am 14. Juli waren eine 21-jährige Frau und ihre Tochter ums Leben gekommen. Der nach wochenlanger Suche ermittelte mutmaßliche Drängler, ein 34-jähriger Testfahrer des DaimlerChrysler-Konzerns, bestreitet jede Beteiligung an dem Unfall.

Bei den Fahrten vom Sindelfinger Daimler-Werk zur Teststrecke im niedersächsischen Papenburg werde auch "die Alltagstauglichkeit" der Limousinen erprobt, berichtete die "Stuttgarter Zeitung" weiter. Dabei würden die Testfahrer, sofern es die Verkehrsverhältnisse zuließen, Motorbelastungen bei höheren Geschwindigkeiten überprüfen.

Bei Dauerlauffahrten müssten die Entwicklungsingenieure die Erprobungswagen "unter kundennahen Bedingungen" steuern, sagte Giesen dem Blatt. Dies bedeute, auch die Autobahn für Messungen zu nutzen. Ladage betonte aber, es gebe vom Konzern aus "keinen Auftrag, Fahrzeuge im Grenzbereich auf öffentlichen Straßen zu fahren". Dafür gebe es spezielle Teststrecken.