Autobahnanschläge: Steinewerfer verursachen schwere Unfälle - DER SPIEGEL
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Autobahnanschläge Steinewerfer verursachen schwere Unfälle

Gleich drei Zwischenfälle hielten die Polizei am Dienstagmorgen in Atem: In Hessen und NRW warfen Unbekannte Steine und Gehwegplatten auf die Fahrbahn - verletzt wurde trotz eines schweren Unfalls niemand.
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Frankfurt/Main - Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden: In den frühen Morgenstunden hatte ein Unbekannter Gehwegplatten von einer Autobahnbrücke über der A66 in der Nähe der Abfahrt Steinau geworfen. Als ein Sattelzug den Platten ausweichen wollte, verlor der Fahrer die Kontrolle: Der Lkw knickte ein und stellte sich quer zur Fahrbahn. Nur weil die Autobahn zwischen Fuldau und Hanau zu diesem Zeitpunkt nicht stark befahren war, kam es nicht zur Katastrophe.

Die Polizei fand später Fußabdrücke auf der Brücke und fahndet jetzt nach dem Täter. "Wir gehen von einem Erwachsenen aus", sagte ein Polizeisprecher. Der Mann muss mit einer Anklage wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr rechnen, der Sachschaden liegt bei 10.000 Euro.

Ebenfalls in Hessen, auf der A 44, wurde der Wagen eines Ehepaars von mehreren Steinen getroffen. Zwei Geschosse durchschlugen die Heckscheibe, der Fahrer konnte den Pkw aber sicher zum Stehen bringen.

In der Leitplanke endete die Fahrt für eine 21-jährige Frau, nachdem der Wagen ihres Vordermanns von einem Gegenstand getroffen wurde. Der 67-Jährige fuhr unter einer Brücke auf der B70 bei Borken (NRW) durch, als er einen Schlag gegen sein Fahrzeug spürte. Daraufhin trat er auf die Bremse. Um dem Pkw auszuweichen, bremste die Fahrerin dahinter ebenfalls stark ab, verlor die Kontrolle über ihren Wagen, driftete über die Gegenfahrbahn und prallte gegen die Leitplanke. Auch sie blieb unverletzt.