Autounfall Bremer Sozialsenatorin tödlich verunglückt
Bremen/Schwanewede - Hilde Adolf war allein in ihrem Wagen, als sie über die A 27 von Bremen nach Bremerhaven fuhr. Gegen 19 Uhr 45 wollte sie zwischen Schwanewede und Uthlede einen Lastwagen überholen. Dabei kam ihr Dienstauto nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen die Mittelleitplanke. Anschließend schleuderte das Fahrzeug nach rechts und prallte gegen mehrere Bäume.
Zur Unfallursache konnte die Polizei am Donnerstagmorgen noch keine Angaben machen. Es gelte, das Expertengutachten abzuwarten, hieß es. Hilde Adolf starb noch an der Unfallstelle. Die 48-Jährige war verheiratet und hinterlässt einen Sohn.
Mit Bestürzung reagierte der Bremer Senat auf den Tod der Sozialsenatorin. Regierungschef Henning Scherf (SPD) wurde noch am Abend informiert und zog sich nach dem Tod seiner engen Parteifreundin zurück. Sie galt in der Öffentlichkeit als glaubwürdige Politikerin und genoss besonders in Bremerhaven hohes Ansehen.
Die Sozialdemokratin hatte erst in der vergangenen Woche den Vorsitz in der Frauenministerinnen-Konferenz der Länder übernommen und als Schwerpunkt ihrer Arbeit den Bereich Gesundheit benannt. Thema sollte unter anderem die Umsetzung des Frauengesundheitsberichtes sein. Ihren letzten größeren öffentlichen Auftritt hatte die Politikerin am vergangenen Montag bei der Eröffnung der Unicef-Städtepartnerschaft mit dem ehemaligen James-Bond-Darsteller Roger Moore in Bremen.
Die Unfallstelle gilt bei Polizei und Abschleppdiensten als berüchtigt. Vor fast zwei Jahren - am 4. März 2000 - war auch Henning Scherf mit seiner Ehefrau Luise an fast der gleichen Stelle verunglückt. Die von ihm gesteuerte schwere Limousine war auf eisglatter Straße ins Schleudern geraten und gegen eine Leitplanke geprallt. Scherf wurde damals leicht verletzt, seine Frau erlitt einen Beckenbruch.