Awacs-Flieger über Köln Nato schützt Papst
Brüssel - Das Nordatlantikbündnis werde auf Bitte der deutschen Regierung ein Awacs-Flugzeug entsenden, sagte ein Nato-Vertreter heute in Brüssel. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche wird vom 18. bis 21. August zum Weltjugendtag in Köln erwartet. Awacs-Flugzeuge können aus einer Höhe von rund 9000 Metern per Radar Flugziele ausmachen, die bis zu 360 Kilometern entfernt sind. Sie können dabei auch niedrig fliegende Objekte erfassen und gegebenenfalls eine Frühwarnung auslösen.
Vor allem seit den Flugzeuganschlägen vom 11. September 2001 ist der Bedarf für diese Art der Luftraum-Überwachung bei Großereignissen gestiegen. Awacs-Flugzeuge wurden unter anderem bei der Beerdigung von Papst Johannes Paul II. und den Olympischen Spielen in Athen eingesetzt.
Köln muss sich zudem möglicherweise auf Flugverbote während des Weltjugendtages einstellen. Man müsse "schauen, ob vielleicht in bestimmten Bereichen Flugverbote anzuordnen sind. Das vermute ich stark", sagte Bundesinnenminister Otto Schily heute. Es gebe jedoch keine Erkenntnisse, "dass dort eine konkrete Bedrohungssituation besteht", sagte der SPD-Minister weiter. Schily versicherte, dass für die größtmögliche Sicherheit alles Menschenmögliche getan werde.