Baby Gammy: Leihmutter beantragte australische Staatsbürgerschaft - DER SPIEGEL
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Baby mit Downsyndrom: Der Fall Gammy

Foto: Handout/ Getty Images

Zurückgelassenes Baby Gammy Doch noch Australier

Der Fall Baby Gammy löste weltweit Empörung aus: Ein australisches Paar ließ den behinderten Jungen bei einer thailändischen Leihmutter zurück. Diese hat nun die australische Staatsbürgerschaft für ihren Adoptivsohn beantragt - und bekommen.
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Bangkok - Im August 2014 erschütterte die Geschichte einer jungen Thailänderin die Menschen weit über die Landesgrenzen hinaus. Die Leihmutter namens Pattaramon Chanbua behauptete, die biologischen Eltern aus Australien hätten nur einen der beiden Zwillinge mit nach Australien genommen. Den anderen, einen Jungen, hätten sie verschmäht und zurückgelassen - weil er das Downsyndrom hat. Die Eltern bestritten dies, hatten Gammy aber gleichwohl zurückgelassen.

Gammy, wie die 21-Jährige ihren Zögling nannte, hat nun die australische Staatsbürgerschaft bekommen. Pattaramon habe diese zum Schutz des Kindes beantragt, berichtete der Sender ABC . Als australischer Staatsbürger könnte dem Kind Zugang zu kostenloser Gesundheitsversorgung zustehen - ein wichtiger Faktor im Leben des Jungen, der regelmäßig medizinische Behandlungen benötigt.

Pattaramon und ihre Familie hatten nach der internationalen Berichterstattung eine Welle der Solidarität erfahren. Auf einer Fundraising-Seite sammelten Unterstützer mehr als 240.000 Dollar. Von dem Geld zog die Familie in eine besser ausgestatte Unterkunft um, der Rest der Spenden soll für Gammys Arztkosten verwendet werden.

Der Fall des behinderten Jungen warf ein Schlaglicht auf das Geschäft mit Leihmutterschaft. Thailand hat angekündigt, sie zu verbieten.

gam/dpa