Baby Sarah Vater und Onkel mauern
Mainz - Polizei und Staatsanwaltschaft sind im Fall des Verschwindens der sechs Monate alten Sarah noch nicht weiter gekommen. Die Ermittlungen seien äußerst mühsam, hieß es. Die Vernehmungen des seit dem Wochenende inhaftierten 24-jährigen Vaters des Kindes und seines zehn Jahre älteren Bruders hätten keine Anhaltspunkte für die Hintergründe des Falls gebracht.
Der Vater schweige hartnäckig, und der Onkel leugne, etwas mit dem Verschwinden des Babys aus dem Auto der Eltern auf einem Mainzer Supermarkt-Parkplatz vor mehr als einer Woche zu tun zu haben.
Die beiden Syrer waren wegen des dringenden Tatverdachts der Geiselnahme und Fluchtgefahr verhaftet worden, nachdem das Kind am Donnerstag unversehrt vor einem Haus in einem Ort bei Zweibrücken in der Pfalz aufgefunden worden war.
Die 19 Jahre alte Mutter, eine in Deutschland geborene Tocher syrischer Eltern, befindet sich nach wie vor mit dem Kind an einem geheim gehaltenen Ort. Bei den Vernehmungen von Mitgliedern beider Familien der Eltern stieß die Polizei nach Angaben vom Dienstag bisher auf eine Mauer des Schweigens.