AUSSTELLUNGEN Babylon und Global City
Die Stadt ist ein Moloch, der seine Bewohner verschlingt. Sie ist der Hort des freien Bürgers, des Flaneurs; sie ist düsterer Ort des Lasters und hoffnungsvoller Ort der Utopie. Mit all diesen Mythen und ihrer Deutung befasst sich eine Ausstellung, die vom 29. September bis zum 30. Dezember im Stadtmuseum von Erlangen zu sehen ist: »Die Erfindung der Stadt«. Sie beginnt bei den biblischen Urtypen, dem himmlischen Jerusalem und der Hure Babylon, und führt zum Traum von der Global City im Internet, die Raum ohne Grenzen verheißt. Gezeigt werden Collagen, Grafiken, Filme, Architekturmodelle, Computerkunst; Gemälde wie das flämische Werk »Turmbau zu Babel« aus dem 17. Jahrhundert, Fotografien wie Andreas Gurskys Ansicht von Hongkong. Überall findet sich die Stadt als Stoff für Visionen - oder als Objekt für den kritischen Blick des Menschen auf seine Welt.