Bad Godesberg: Verletzter Polizist auf Intensivstation - DER SPIEGEL
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Bad Godesberg Verletzter Polizist auf Intensivstation

Der Zustand des am Sonntag in Bad Godesberg durch Schüsse schwer verletzten Polizisten ist nach einer zweiten Operation stabil. Gegen den 46-jährigen Schützen wurde jetzt ein Haftbefehl erlassen.
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Bonn - Der Täter hatte am Sonntag während einer Polizeikontrolle nach einem versuchten Einbruch die Dienstwaffe eines Polizisten an sich gerissen und vier Schüsse auf zwei Beamte abgefeuert. Ein 40-jähriger Polizist starb, sein gleichaltriger Kollege wurde schwer verletzt. Der Getötete trug keine Schutzweste.

Nach Angaben der behandelnden Ärzte sei dem schwer verletzten Beamten bei der neuerlichen Operation am Dienstag ein Projektil entfernt worden. Obwohl sein Zustand stabil sei, müsse der Polizist jedoch vorerst auf der Intensivstation bleiben.

Unterdessen laufen die Ermittlungen in Deutschland und Italien weiter auf Hochtouren. In Italien arbeiten die Behörden daran, anhand von Lichtbildern die genaue Identität des Täters zu klären. Auch sei weiterhin unklar, wie der Beschuldigte vom Bonner Bahnhof zum Tatort nach Bad Godesberg gelangte, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Nach den bisherigen Erkenntnissen erreichte der 46-jährige Italiener am Samstag aus Rom kommend Bonn, wähnte sich aber auf einer Fahrt nach Neapel. Der Mann, der in seiner Heimat wegen einer Straftat in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht war, verbrachte die Nacht im Bahnhof.

Nach den tödlichen Schüssen erpresste der Täter von einer Autofahrerin mit vorgehaltener Pistole deren Wagen und flüchtete. Kurze Zeit später wurde er bei der Ringfahndung gefasst. Dem inhaftieren Beschuldigten wird Mord, versuchter Mord sowie Raub und versuchter Raub vorgeworfen.