Bad Reichenhall: Letzte Vermisste identifiziert - DER SPIEGEL
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Bad Reichenhall Letzte Vermisste identifiziert

Traurige Gewissheit: Nach tagelanger Suche haben die Helfer unter den Trümmern der eingestürzten Eissporthalle in Bad Reichenhall das 15. Todesopfer entdeckt. Es handelt sich um die letzte Person auf der Vermisstenliste, eine 40 Jahre alte Frau.
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Bad Reichenhall - Die Einsatzkräfte fanden die Tote gegen 2 Uhr in der Nacht beim Graben in einem Schneehaufen, der bislang nicht zugänglich gewesen war. Die Frau ist das einzige Opfer, das nicht mit Hilfe von Spürhunden entdeckt wurde. Bei Scheinwerferlicht setzten rund 100 Helfer ihre Arbeit auch danach fort, teilweise sind weiter Spezialbaggern im Einsatz. Nach Angaben von Landrat Georg Grabner soll sichergestellt werden, dass sich in dem Gebäude keine weiteren Menschen befinden, die bisher nicht als vermisst gemeldet wurden. Dann erst soll der Katastrophenalarm aufgehoben werden.

Die meisten der 15 Todesopfer sind Kinder und Jugendliche, die in ihren Schulferien Eislaufen waren. Außerdem starben in der eingestürzten Eissporthalle drei Frauen. 34 Menschen wurden verletzt.18 mussten in Krankenhäuser gebracht werden, 15 von ihnen sind noch immer in stationärer Behandlung.

Der Bürgermeister der Stadt wehrt sich weiter vehement gegen Berichte, wonach es schon seit Jahren Hinweise auf bauliche Mängel der eingestürzten Eissporthalle gegeben haben soll. Bürgermeister Wolfgang Heitmeier zitierte am Morgen aus einem Gutachten von 2003 den Satz: "Die Tragkonstruktion, sowohl die Holzkonstruktion als auch die Stahlkonstruktion im allgemeinen, ist in einem als gut zu bezeichnenden Zustand." Die damalige Überprüfung habe lediglich Wasserflecken an der Holzkonstruktion festgestellt, die auf Unregelmäßigkeiten in der Entwässerung des Dachs zurückgeführt worden seien, sagte Heitmeier.

In Bad Reichenhall wurde heute ein Kondolenzbuch für die Todesopfer der Katastrophe ausgelegt. Die Stadt unternehme alles für eine lückenlose Ermittlung, sagte Heitmeier.