Baden-Württemberg Krokodil-Warnung am Rhein
Altlußheim - Die Polizei Heidelberg teilte mit, ein 31-jähriger Radfahrer habe das Tier am Rheinufer nahe Hockenheim in Baden-Württemberg gesichtet. Es habe auf einem Baumstamm gelegen und sei dann vor dem Mann ins Wasser geflüchtet. Es wurde davor gewarnt, beim Entdecken des Tieres etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Für Menschen bestehe aber nur dann Gefahr, wenn sich das Tier in die Enge getrieben fühle.
Wie die Polizei weiter berichtete, blieb das etwa 150 Zentimeter lange, grau-grüne Tier bei seiner Entdeckung zwischen Altlußheim und Ketsch zunächst vollkommen regungslos. Deshalb habe der Radfahrer einen Erdklumpen nach dem Tier geworfen. Daraufhin habe das Krokodil sein Maul aufgerissen, habe gefaucht und sich ins Wasser gleiten lassen. Bis zum Eintreffen der Polizei war von ihm nichts mehr zu sehen. Die Beamten hätten allerdings keinen Grund, an der Aussage des Radfahrers zu zweifeln.
Eine Zoologin des Heidelberger Tiergartens mutmaßte den Angaben zufolge, dass es sich auf Grund der vorliegenden Beschreibung entweder um ein junges Krokodil oder um einen Kaiman handele. Über das Alter des Tieres könne sie ohne Kenntnis der genauen Art keine Angaben machen. Die Polizei nimmt an, dass die Panzerechse ihrem Besitzer mit zunehmender Größe und Fresslust lästig wurde und er sie deshalb ausgesetzt hat.