Bahnerpresser: Mysteriöse blonde Frau gesucht - DER SPIEGEL
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Bahnerpresser Mysteriöse blonde Frau gesucht

Bei der Suche nach den Bahnerpressern konzentriert sich die französische Polizei jetzt auf eine 30-jährige blonde Frau. Sie soll in der Nähe von Paris im Namen der Tätergruppe "AZF" mit den Behörden telefoniert haben.
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Paris - Ein Phantombild konnte bisher auf Grund der vagen Zeugenaussagen nicht gemacht werden. "Wir tappen völlig im Dunkeln", zitierte die Tageszeitung "Le Figaro" einen der Ermittler. "Niemand weiß, ob die Erpresser wirklich nur Geld wollen oder andere Beweggründe haben", heißt es weiter. Nach der Bekanntgabe der Forderung der Gruppe - vier Millionen Dollar und eine Million Euro - herrsche nun völlige Funkstille.

Eine Bombe hatten die Fahnder bereits an der Zugstrecke Paris-Toulouse gefunden. Sie lag perfekt versteckt und mit Zeitzündern versehen unter dem Bahn-Schotter. Die Ermittler wurden nur dank roter Hinweispfeile auf sie aufmerksam. Bei einer kontrollierten Testzündung erwies sich das Gemisch aus Nitrat und Öl als sehr wirksam.

Neun weitere Sprengsätze - so droht die bisher unbekannte Gruppe "AZF" - seien noch an den Gleisen. Außerdem kündigte die Gruppe zwei Anschläge "außerhalb der Bahnstrecken" an.

32.000 Kilometer Schienennetz wurden bereits überprüft und die Gleiskontrollen verdoppelt. 600 Spezialisten suchen nach den Tätern, die nach Ansicht der Ermittler auch Geheimdienst- oder Militärexperten unter sich haben könnten.

Frankreichs Bahnreisende bleiben indessen ruhig. Stornierungen von Reservierungen gab es bisher angeblich keine.