Bali Anschlag hätte Tausende töten können
Sydney - Fehler beim Bau der Bombe hätten Hunderten von Menschen das Leben gerettet, berichtete die australische Zeitung "Daily Telegraph" unter Berufung auf australische Polizeibeamte. Weniger als ein Drittel des Sprengstoffs sei explodiert. Mehr als zwei Drittel der 1,1 Tonnen eines Gemischs aus Düngemitteln und anderen Chemikalien seien verbrannt statt zu detonieren. Bei dem Anschlag am 12. Oktober 2002 starben 202 Menschen. Hunderte wurden verletzt. Bei den meisten Opfern handelte es sich um ausländische Touristen, darunter 88 Australier.
Hätte die Autobombe richtig funktioniert, hätte die Zahl der Todesopfer sehr viel höher sein können, zitierte das Blatt einen Beamten.
Keiner der etwa 500 Besucher im "Sari Club" und in "Paddy's Pub" hätte eine Überlebenschance gehabt, wenn die Autobombe richtig funktioniert hätte, zitiert die Zeitung einen Beamten. Die Bombe habe genügend Sprengkraft gehabt, um Gebäude im Umkreis von mehreren hundert Metern zu zerstören.
Wegen des Bombenanschlags wurden inzwischen zwei Angeklagte zum Tode verurteilt. Ein anderer erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Gegen zwei Komplizen wurden am Montag Haftstrafen von 12 bzw. 15 Jahren ausgesprochen.
Die indonesische Polizei hatte im Zusammenhang mit dem Anschlag mehr als 30 Verdächtige festgenommen. Verantwortlich für den Anschlag machen Fahnder die radikal-islamische Organisation Jemaah Islamiya. Die Gruppe soll mit dem Terrornetzwerk al-Qaida von Osama Bin Laden in Verbindung stehen.