Ballon-Abenteuer: Fossett geht die Luft aus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ballon-Abenteuer Fossett geht die Luft aus

Der amerikanische Ballonfahrer Steve Fossett hat zehn Tage nach dem Start noch nicht einmal die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Der Sauerstoff wird bei seinem Weltumrundungsversuch langsam knapp.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sydney - Der Sauerstoffvorrat reiche schätzungsweise nur noch vier bis fünf Tage, schrieb der Abenteurer in einer E-Mail an die Bodenkontrolle. Um 3 Uhr Morgens (MESZ) habe sich der Ballon "Solo Spirit" noch immer rund tausend Kilometer vor der Küste Chiles befunden, teilte das Überwachungszentrum in den USA auf seiner Webseite mit. Fahre Fossett weiterhin mit etwa 30 Kilometern pro Stunde, könne er erst in etwa 30 Stunden und damit am Donnerstag über Südamerika sein.

Zwar könnte Fossett trotz der Sauerstoffprobleme die Fahrt fortsetzen, doch nur deutlich niedrigerer als bisher, sagte Joe Ritchie, Chef der Bodenkontrolle. Dies verzögere die Reise allerdings weiter, da sich die günstigsten Windströmungen in großer Höhe befänden.

Für Fossett ist es mittlerweile der sechste Versuch, als erster Mensch alleine im Ballon den Globus zu umrunden. Nach der Überquerung des Atlantiks steht die Rückreise über den Indischen Ozean zum Ausgangspunkt in Australien auf dem Programm.