Barbara Schöneberger: Lieber kluges als dummes Luder - DER SPIEGEL
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Barbara Schöneberger Lieber kluges als dummes Luder

TV-Moderatorin Barbara Schöneberger soll mit ihrer Sendung "Blondes Gift" noch mehr Zuschauer erreichen. Dazu gehört auch, sich mit dem Begriff Luder auseinander zu setzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Osnabrück – Den Titel ihrer Sendung erklärt Schöneberger, 28, so: "Es ist schwer, einen guten Namen zu finden. Mir fällt dabei immer 'Volle Kanne, Susanne' ein. Und 'Blondes Gift' hat weniger mit Ariane Sommer zu tun als mit Marlene Dietrich", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Der Begriff "Blondes Gift" stamme ja aus einer Zeit, "als es noch andere Arten von Frauen gab. Damals hatte wasserstoffblondes Haar noch eine Signalwirkung. Das ist heute nicht mehr so, da muss man schon mit ganz anderen Sachen um die Ecke kommen." Durch die Verlegung des Sendtermins von Samstagabend auf Sonntagabend im WDR soll "Blondes Gift" noch mehr Zuschauer anziehen.

Schöneberger hat auch nichts dagegen, als Luder bezeichnet zu werden. Sie definiert dieses Schlagwort als "eine Wortschöpfung für Frauen, die ein natürliches Verhältnis zu ihrem Körper haben." Jedoch: "Man muss aber immer noch unterscheiden zwischen Frauen, die zur arbeitenden Bevölkerung gehören, und denen, die ausschließlich in der Presse auftauchen." Dass sie in der Presse "kluges Luder" genannt wurde, sei in Ordnung, sagte Schöneberger. "Schlimm wäre 'dummes Luder' gewesen."

Wenige Tage nach der Verlobung mit ihrem Freund Paul stellte Schöneberger klar, Kinder seien vorerst nicht geplant: "Wir spielen ja immer nur Canasta miteinander." Canasta sei eine ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen, fügte sie lächelnd hinzu.