Barentssee: Die Bergung der "Kursk" beginnt - DER SPIEGEL
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Barentssee Die Bergung der "Kursk" beginnt

Unter den strengen Blicken der russischen Marine sind Bergungstaucher in der Barentssee eingetroffen. Sie sollen in den kommenden Monaten das havarierte Atom-U-Boot "Kursk" heben.
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Moskau - Fast ein Jahr nach dem Untergang des russischen Atom-U-Boots "Kursk" mit 118 Seeleuten an Bord hat die mehrmonatige Bergungsaktion des Wracks begonnen. Ein Team von internationalen Spezialtauchern traf am Sonntag an der Unglücksstelle in der Barentssee ein, wie die Agentur Itar-Tass meldete.

Vor Ort hat sich eine Flottille von russischen Kriegs- und Versorgungsschiffen versammelt. Bis zum Abend wollten die Spezialtaucher Unterwasser-Aufnahmen vom Wrack der 18.000 schweren "Kursk" machen, um die Bergungsaktion vorzubereiten. Zuerst muss das 150 Meter lange U-Boot vom Schlamm befreit werden.

Präsident Wladimir Putin, dem nach dem Unglück Gleichgültigkeit vorgeworfen wurde, weil er seinen Urlaub nicht unterbrach, hat die Hebung des U-Bootes angeordnet. Den Auftrag erhielten die beiden niederländischen Firmen Mammoet und Smit, die auf ihrer gemeinsamen Internet-Seite darstellen, wie die Bergung vonstatten gehen soll.

Die Aktion läuft darauf hinaus, dass ein 140 Meter langer Ponton das U-Boot an 26 Kabeln bis kurz unter die Oberfläche heben soll, damit es nach Murmansk geschleppt werden kann. Zu den Aufgabe der Taucher wird auch gehören, vorher den stark beschädigten Bug mit der Torpedosektion abzutrennen. Die Bergung soll bis zum 20. September abgeschlossen sein.

Das U-Boot war nach mehreren Explosionen, die vermutlich von Torpedos ausgelöst wurden, am 12. August auf Tauchfahrt gesunken. Keiner der Seeleute hatte die Katastrophe überlebt.