Barentssee Russen legen Bomben um "Kursk"-Wrack
Moskau - Der Stab der russischen Nordflotte erklärte dagegen in Murmansk, von dem atombetriebenen Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" (Peter der Große) seien fünf Unterwasserbomben "zu Übungszwecken" abgeschossen worden. Die Schüsse dienten vor allem dem Schutz des Kreuzers und der anderen Kriegsschiffe über dem Wrack.
Das Vorgehen der russischen Marine entspreche internationalen Gepflogenheiten, sagte Flottensprecher Wladimir Nawrozki der Agentur Interfax. "Alle Seemächte schützen auf diese Weise ihre Objekte vor möglichen Sabotagekommandos und vor Zusammenstößen mit Treibminen aus Kriegszeiten". Dem Meer werde kein ökologischer Schaden zugefügt. Alle Schiffe in der Region wie auch die skandinavischen Nachbarstaaten seien unterrichtet worden, dass das Seegebiet um die "Kursk" gesperrt sei.
Die Nato bezeichnete das russische Vorgehen als unnötig. Die "Kursk" sei ein Grab für die tragisch verunglückten Seeleute, daher werde die Nato dort nicht spionieren.
Das hochmoderne Atom-U-Boot "Kursk" war am 12. August mit 118 Mann an Bord in der Barentssee in internationalen Gewässern gesunken. Bei einer Bergungsaktion waren die Leichen von 12 toten Seeleuten an die Wasseroberfläche gebracht worden. Das Wrack der Kursk soll im Sommer nächsten Jahres gehoben werden.