Barfuß beim Zahnarzt - DER SPIEGEL
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GESUNDHEITSWESEN Barfuß beim Zahnarzt

• aus DER SPIEGEL 32/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Angst vor dem Zahnarzt? Alles schon probiert: Musikberieselung per Walkman, beruhigende Bilder überm Zahnarztstuhl? New Yorker Patienten können sich jetzt noch ausgefallener ablenken lassen: Eine Fußreflexzonenbehandlung mit nach Lavendel oder Citrus riechenden Ölen während der Untersuchung soll Nervosität und Angst mindern. Wem das als Ablenkung vor dem Bohrer noch nicht genügt, der kann, etwa bei Dr. Jay Neuhaus, seine Finger auch noch in ein hautfreundliches Handbad tauchen. Ein anderer Dentist installierte über jedem Behandlungsstuhl einen Flachbildschirm. Bei längeren Behandlungen kann der Patient DVDs gucken; während eines Kurzbesuchs, etwa zum Zahnstein-Entfernen, reicht die Zeit, um E-Mails abzurufen oder im Internet zu surfen. Um den klinischen Geruch der Zahnarztpraxen zu verdrängen, der bei vielen Patienten zu Angstzuständen führt, stellt ein Zahnarzt sogar täglich einen gut duftenden Kuchen in seine Praxis. Den bietet er dann mit verschiedenen Teesorten seinen Kunden an. Grund für die Patientenfreundlichkeit: In Manhattan ist die Zahnarztdichte einfach zu hoch, die Kunden wollen umworben sein.

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