BASF Ludwigshafen: Zwei Tote, mindestens sechs Schwerverletzte bei Explosion - DER SPIEGEL
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Ludwigshafen Zwei Tote bei Explosion in BASF-Werk

Bei dem schweren Unfall im BASF-Werk Ludwigshafen sind zwei Arbeiter gestorben. Zwei Menschen werden noch vermisst.
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Bei einer Explosion im BASF-Werk Ludwigshafen sind mindestens zwei Arbeiter der Chemiefirma getötet worden. Das teilte der Konzern auf Twitter mit. Am Nachmittag war zunächst nur von einem Toten die Rede. Laut BASF wurden sechs Menschen schwer und eine unbekannte Anzahl von Personen leicht verletzt. Zwei Mitarbeiter der Firma werden zur Stunde noch vermisst.

Am Vormittag war es bei dem Werk bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse zu einer Explosion gekommen. Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen.

Das Feuer sei unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht, hieß es am Nachmittag. "Wir sind noch massiv am Löschen und das wird auch noch eine Weile andauern", sagte Stefan Bruck, stellvertretender Leiter der Ludwigshafener Berufsfeuerwehr, am Abend gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Insgesamt waren die Freiwillige Feuerwehr Ludwigshafen, die Berufsfeuerwehr und die BASF-Feuerwehr mit über 160 Mann im Einsatz. Auch Notfallseelsorger sowie weitere Rettungskräfte seien vor Ort.

Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

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Explosion bei BASF: Einsatz am Landeshafen Nord

Foto: REUTERS/Ralph Orlowski

Luftmessungen haben nach Angaben von BASF bislang keine Gefährdung für die Bevölkerung ergeben. Es habe nach dem Vorfall am Vormittag eine Rußentwicklung gegeben, sagte Werksleiter Uwe Liebelt. Der Rauch sei in Richtung Mannheim und Kreis Bergstraße getrieben. Liebelt sagte, es sei ein trauriger Tag für die BASF, die Stadt und die Rhein-Neckar-Region.

Ursache noch unklar

Die Ursache für die Explosion auf dem Werksgelände ist nach Konzernangaben noch unklar. "Wir werden natürlich alles daran setzen, das schnell in Erfahrung zu bringen", sagte Liebelt. Es gebe auch noch keine näheren Erkenntnisse, welcher chemische Stoff in Brand geraten sei. In dem Hafen würden Flüssiggase und brennbare Flüssigkeiten verladen.

Aus Sicherheitsgründen seien nach der Explosion die zwei sogenannten Steamcracker sowie weitere Anlagen heruntergefahren worden. Da sich demnach noch brennbare Stoffe in den Leitungen befanden, wurden diese kontrolliert abgebrannt. Die Steamcracker seien das Herzstück des Werks, dort entstünden etliche chemische Grundbausteine für die Produktion von Kunststoffen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit. Die Landesregierung stehe an der Seite der Betroffenen: "In Gedanken bin ich bei den Angehörigen der Todesopfer und den bangenden Familien der Vermissten", sagte Dreyer.

Die Koalitionsfraktionen im Mainzer Landtag kündigten eine Sondersitzung an. Die zuständigen Ausschüsse sollten darüber beraten, wie es zu dem Vorfall kam und welche Folgen sie für Menschen und Umwelt in der Region habe, teilten die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen mit.

Bereits gegen 8.30 Uhr war es am BASF-Standort Lampertheim zu einer Verpuffung am Filter einer Anlage für Kunststoffzusätze gekommen, dabei wurden laut dem Unternehmen vier Mitarbeiter verletzt. Eine Umweltverseuchung sei nicht festgestellt worden.

Datenanalyse aus dem Archiv
5 Min
jal/dpa

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