Bauchschuss: Schmökel notoperiert - DER SPIEGEL
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Bauchschuss Schmökel notoperiert

Bei seiner Festnahme ist der Gewaltverbrecher Frank Schmökel von der Polizei angeschossen worden. Nach einem Bauchschuss musste er sich im Krankenhaus Bautzen einer Notoperation unterziehen. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Hinweis aus der Bevölkerung zu Schmökels Festnahme führte.
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Bautzen/Dresden - Die Polizei teilte mit, der 38-Jährige sei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in der Ortschaft Saritsch bei Bautzen festgenommen worden. Der Dresdner Polizeipräsident Eberhard Pilz sagte, bei den Beamten sei zuvor der Hinweis eines Bürgers eingegangen, dass in seiner Laube eingebrochen worden sei. Daraufhin seien sieben Beamte mit drei Autos zum Tatort geschickt worden.

Als die Polizisten die Laube in Augenschein nehmen wollten, sei Schmökel aufgesprungen und habe einen der Beamten mit einem Messer angegriffen. Dessen Kollege habe sofort geschossen und den 38-Jährigen Sexualverbrecher in den Bauch getroffen.

Schmökels Verletzung sei mit einer Notoperation im Kreiskrankenhaus Bautzen behandelt worden. Der an der Festnahme beteiligte Polizist Martin Hottinger sagte, Schmökel habe einen verwahrlosten Eindruck gemacht und auf ihn apathisch gewirkt.

In ersten Mitteilungen der Polizei hatte es geheißen, Schmökel sei von Autobahnpolizisten zwischen den Ortschaften Neschwitz und Saritsch unter einer Straßenbrücke festgenommen und durch einen Schuss leicht verletzt worden.

Der Festnahmeort lag nach Angaben der Behörden außerhalb des engeren Fahndungsgebiets in einer schwer zugänglichen Waldregion bei Bautzen, in dem die Polizei durch den Einsatz von fast 1000 Beamten intensiv nach dem Schwerverbrecher gesucht hatte.

Schmökel war am 25. Oktober bei einem Besuch bei seiner Mutter im brandenburgischen Strausberg entflohen. Dabei hatte er seine Mutter sowie einen Pfleger niedergestochen und diesen lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei wirft Schmökel außerdem vor, auf der Flucht einen Rentner erschlagen zu haben, mit dessen Auto er nach Sachsen floh. Schmökel hatte die Tat nach Polizeiangaben in einem Telefonat mit seinem früheren Psychiater gestanden.

Der Wagen und eine Schlafstelle Schmökels waren am Samstag in der Nähe von Bautzen entdeckt worden. Zudem wurden vier Briefe gefunden, die die Polizei als Fluchttagebuch beschrieb.