Bayern Intercity prallt gegen Sattelzug
Vilshofen - Der Sattelzug war am Montagvormittag aufgrund eines Unfalls mit einem Auto auf die Schienen geraten. Durch die Wucht des Aufpralls sprang der erste Waggon aus den Schienen und wurde durch das Schottergleisbett geschleift. Der Lkw- und der Autofahrer sowie der Lokführer erlitten schwere Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Fünf Fahrgäste des mit rund 70 Personen besetzten Zuges wurden leicht verletzt, berichtete die Polizei.
Vor dem Zugunglück hatte ein Autofahrer auf der parallel zu den Schienen verlaufenden Bundesstraße bei Vilshofen ein Mofa überholt und war mit dem entgegenkommenden Laster kollidiert. Während das Auto nach dem Zusammenstoß in einen Graben fuhr und sich überschlug, raste der mit Sand beladene Sattelschlepper quer über beide Fahrbahnen auf die Schienen. Mitten auf der zweispurigen Gleisanlage blieb der Laster liegen.
Kurz darauf stieß der Intercity "Regensburger Domspatzen", der auf dem Weg nach Leipzig war, mit dem Hindernis zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Lastzug auseinander gerissen. Während der Auflieger auf die eine Seite der Schienen geschleudert wurde, kam die Zugmaschine auf der anderen Seite zum Stehen. Sieben Autos und zwei Lastwagen wurden durch umherfliegende Steine beschädigt.
Der Sachschaden war auch über vier Stunden nach dem Unglück nicht abzuschätzen. "Der Schaden ist auf jeden Fall sehr hoch", sagte der Polizeisprecher und verwies auf die defekten Gleise. Fernzüge von und nach Wien und Budapest wurden über Salzburg und München umgeleitet.