Bayern: Schwerer Verkehrsunfall fordert sechs Menschenleben - DER SPIEGEL
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Bayern Schwerer Verkehrsunfall fordert sechs Menschenleben

Bei einem der schwersten Unfälle der Sommerferien-Reisewelle sind auf der Autobahn Nürnberg-München sechs Menschen getötet worden. Sechs weitere wurden verletzt, ein Mann davon schwer. Helfer waren stundenlang mit der Bergung der Fahrzeuge beschäftigt.
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Allersberg/Daun - Die wichtige Nord-Süd-Verbindung blieb in Höhe der mittelfränkischen Ortschaft Allersberg rund neun Stunden gesperrt, berichtete die Polizei. In beide Richtungen bildeten sich bis zu 20 Kilometer lange Staus. Ebenfalls am Freitagabend ereignete sich in Rheinland-Pfalz ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem drei Menschen ums Leben kamen.

Nach Angaben der Polizei in Bayern war ein 21 Jahre alter Fahrer aus Landshut beim Überholen während eines Platzregens ins Schleudern geraten und dabei gegen das linke Vorderrad eines österreichischen Sattelschleppers gekommen. Dieser geriet ebenfalls ins Schleudern und durchbrach die Mittelleitplanke.

Nachdem der Transporter auf der Gegenfahrbahn zunächst einen schwedischen Lastzug gerammte hatte, prallte er schließlich mit zwei Autos zusammen. Ein mit einer vierköpfigen Familie besetzter Wagen aus Wiesbaden wurde von der Wucht der Kollision auseinander gerissen und rund zehn Meter durch die Luft geschleudert. Ein ebenfalls mit vier Personen besetzter Pkw aus Dachau wurde von dem umstürzenden Lastzug eingedrückt.

In dem Wiesbadener Wagen waren der 38 Jahre alte Fahrer, seine 39 Jahre alte Ehefrau sowie zwei Kinder im Alter von 13 und 15 Jahren sosofrt tot. In dem Dachauer Wagen starb eine 35 Jahre alte Mutter, ihr 36 Jahre alter Ehemann wurde schwer verletzt. Die Kinder des Paares im Alter von drei Jahren und sechs Monaten wurden leicht verletzt.

Ebenfalls an der Unfallstelle starb der 43 Jahre alte, aus dem österreichischen Schönberg stammende Fahrer des Sattelschleppers. Der Fahrer des schwedischen Lastzugs erlitt leichte Verletzungen.

Beim Zusammenstoß zweier entgegenkommender Autos auf einer Landstraße in Rheinland-Pfalz sind drei Menschen getötet und fünf schwer verletzt worden. Ein 18-Jähriger sei in einer Rechtskurve zwischen Daun und Kelberg mit seinem Auto ins Schleudern geraten.

Der Pkw prallte auf einen entgegenkommenden Wagen, wie die Polizei berichtete. Der Wagen des 18-Jährigen wurde dabei in zwei Teile zerrissen. Die drei Insassen seien herausgeschleudert worden und noch an der Unfallstelle gestorben. Die fünf Insassen des anderen Wagens wurden schwer verletzt.

Autofahrer rettete Kinder aus Flammen

Glimpflich endete dagegen ein schwerer Verkehrsunfall in Kempten im Allgäu: Ein mutiger Autofahrer konnte einer Familie mit vier Kindern am Samstag auf der Autobahn 7 das Leben retten. Die Familie war mit einem Kleinbus von der Autobahn abgekommen. Der Bus überschlug sich und fing Feuer.

Die Eltern und die vier Kinder im Alter zwischen einem und acht Jahren konnten sich nicht selbst befreien. "Sie wurden durch das beherzte Eingreifen des Mannes aus den Flammen gerettet", berichtete die Polizei.

Die Kinder blieben unverletzt. Die Eltern erlitten leichte Verletzungen. Die Ursache für den Unfall war laut Polizei Übermüdung der Mutter, die den Bus gefahren hatte.