Beben: Heftige Erdstöße erschüttern Südgriechenland - DER SPIEGEL
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Beben Heftige Erdstöße erschüttern Südgriechenland

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,9 hat die Menschen in Südgriechenland in Angst und Schrecken versetzt. Auf den Inseln nahe des Epizentrums richteten die Erdstöße beträchtlichen Schaden an.
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Athen - Das Epizentrum lag nach Angaben der Athener Erdbebenwarte zwischen Kreta und der Insel Kythira, wo die Erdstöße Straßen und Häuser beschädigten. Der glimpfliche Ausgang des Bebens war offenbar der Tatsache zu verdanken, dass sein Epizentrum in großer Tiefe lag. "Das hat uns gerettet", sagte der Direktor der Bebenwarte, Giorgos Stavrakakis. Das Beben war bis Kroatien, Sizilien, Israel und Zypern zu spüren.

Der Bürgermeister des Kythira-Hauptorts Mitata, Vassilis Protopsaltis, berichtete von "beträchtlichen Schäden". Dem griechischen Fernsehen sagte er in einem Telefoninterview: "Wir haben zerstörte Straßen, die Kirche ist beschädigt, in Hauswänden sind Risse zu sehen, sogar bei Neubauten." Nach den Stößen seien "die Menschen auf die Straße gerannt". Auf Kreta wurde nach TV-Angaben ein Mensch durch Glasscherben verletzt. Eine Frau habe sich Verletzungen zugezogen, als sie ins Freie flüchtete.

Institutsdirektor Stavrakakis rechnete nicht mit schwer wiegenden Nachbeben. Es sei zu "99 Prozent sicher", dass die stärksten Erdstöße schon vorüber seien. Etwa ein Dutzend leichterer Nachbeben seien registriert worden. Das Epizentrum habe glücklicherweise in 70 Kilometer Tiefe gelegen. Der Minister für öffentliche Ordnung, Giorgos Vulgarakis, sagte, die Behörden würden nun den Umfang der Schäden abzuschätzen versuchen. Nach seinen Erkenntnissen habe es keine Toten gegeben.

Auch in der griechischen Hauptstadt Athen wackelten die Häuser. Die Athener Rundfunksender der Millionenmetropole riefen die Hörer auf, eventuelle Schäden zu melden. Die Griechen sind häufige Beben gewöhnt. Griechenland ist das am stärksten erdbebengefährdete Land des europäischen Kontinents. Die Hälfte aller in Europa registrierten Beben gibt es hier. gemeldet.