Becker-Trennung Die Klatschnation ist aufgewühlt
Im Nachhinein wollen es jetzt alle vorher gewusst haben. Nach der Überraschung und Hektik gestern gegen Mittag in Deutschlands Klatschredaktionen kehrt nun Routine ein. Jeder der Redakteure erinnert sich, dass auch er die Traurigkeit in den Augen des einen oder der anderen schon mal gesehen hat.
"In Wirklichkeit hat niemand etwas gewusst", sagt "Bunte"-Chefreporter Paul Sahner, der sonst bei den Stars auf dem Schoß oder am Kamin sitzt. Natürlich sei Boris häufiger mal allein gesehen worden. In verschiedenen Kneipen und auf Partys, wie kürzlich in Hamburg bei AOL. Schon häufen sich von dort natürlich die Gerüchte über neue Bettpartner des Ex-Tennisstars, die einen wohnen in Deutschland, die anderen in Amerika oder in Hong-Kong. Die einzig heiße Spur ist eine Frau in der Vereinigten Staaten. Zu ihr reisen Abgesandte der Klatschpresse und versuchen, intime Details über sie und Boris für horrende Honorare zu entlocken.
Sahner erahnt die Gründe eher in verschiedenen Charakteren. Boris sei ein Macher, der eine traditionelle Frau haben wolle. Dies hatte ihm Boris bei einem Kamingespräch vor knapp einem Jahr gestanden. "Sie ist keine Karrierefrau, die sich unbedingt in ihr nächstes Album, die nächste Modelinie oder in den nächsten Film stürzen muss", sagte Becker. Diese von Becker geschätzten Qualitäten hätten sich in letzter Zeit geändert. Mit Werbeauftrag für Coca-Cola und anderen Plänen. "Da sind dann zwei starke Personen aufeinander geprallt", glaubt Sahner.
Bei Sabrina nur ausgeheult?
Die Klatsch-Nation ist aufgewühlt. Die "Spur" der "Bild" zu Sabrina Setlur allerdings nimmt niemand so richtig ernst. "Boris und Sabrina kennen sich seit langem und auch gut", sagt Sahner, aber ein Verhältnis hält er kaum für möglich. Möglich sei, so Sahner, dass sich Boris vor der endgültigen Trennung von Babs bei der Freundin ausgeheult habe. Auch der Münchner Kollege Michael Graeter, ebenfalls gutinformierter Münchner Spusi der Becker-Kreise und Ex-"Bunte"-Klatscher hält das für Quatsch. Er sieht Boris mit mehreren anderen Frauen, deren Namen er natürlich nicht verraten will, im Boot und spricht von einer "heißen Phase" im Leben des Stars.
Besonders heiß ging es am Mittwoch vor allem beim Gruner und Jahr-Blatt "Gala" zu. Ebenfalls schwer überrascht von der Eilmeldung aus München, schmissen die Chefs am Baumwall das ganze Blatt nochmal um und kamen am Donnerstag mit der Becker-Story. Schlechter ergeht es der "Bunte", dem Schlachtschiff der Branche. In einer Wahl hatte eine Jury Boris Becker in den vergangenen Tagen als erotischten Mann des Jahres gewählt, der nun (gemeinsam mit Frau Babs) auf dem Titel posiert. Da das Blatt schon gedruckt war, gab es kein Zurück mehr.
An einen schlechten Verkauf mag Sahner trotzdem nicht denken. "Das Foto allein zieht schon Leser, auch wenn die natürlich etwas anderes erwarten", hofft er. Er selbst wird am Freitag vor der Bambi-Verleihung in einem Exklusiv-Interview mit Becker versuchen, die Seelenlage des Stars auszuleuchten. Ob Sabrina oder eine andere Schönheit dann schon neben ihm sitzt, bleibt offen.