Bedrohung: Palins Vater geht mit der Knarre ins Bett - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

Palins Papa: "Wir schlafen mit den Waffen"

Foto: Al Grillo/ AP

Bedrohung Palins Vater geht mit der Knarre ins Bett

Sarah Palin ist eine Ikone der Erzkonservativen - und spaltet die USA: Nun sorgt selbst ihr Vater für Schlagzeilen. Die gesamte Familie des Politstars werde bedroht, berichtete Chuck Heath. Er selbst steige daher nur noch mit Waffen ins Bett.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Anchorage - Die Bedrohung kam angeblich mit der Post: "Ein Typ aus Pennsylvania hat uns und anderen Leuten Bilder einer Waffe geschickt, die er gekauft hat, dazu die Rechnungsbelege für die Waffe und Belege über ein Ticket nach Anchorage", sagte Sarah Palins Vater Chuck Heath der BBC.

Palin

Die Familie habe dies erst lächelnd abgetan, der Mann sei dann aber doch in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska aufgetaucht. Das FBI habe ihn allerdings nach Hause geschickt, sagte Heath. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Stalker handeln, gegen den eine einstweilige Verfügung erwirkt hat.

Die "Washington Post"  berichtet jedoch unter Berufung auf das Online-Magazin Politico, dass FBI und die örtliche Polizei eine Festnahme des Verdächtigen dementieren. Laut Politico soll der Mann seinen Trip nach Anchorage sogar zuvor mit den Behörden abgeklärt haben .

Palins Vater hatte auch noch angedeutet, dass er zur Sicherheit seine Waffen mit ins Bett nimmt: "Wir schlafen mit den Waffen." Nicht nur seine Tochter, sondern "ihre gesamte Familie" habe Drohungen erhalten.

Mutter Palin äußerte in dem Interview ihr Unverständnis über die Kritik, der die frühere Vizepräsidentschaftskandidatin ausgesetzt sei. "Ich kann mir nicht vorstellen, was sie genau an ihr auszusetzen haben und würde das gerne hören. Ich denke, auch Sarah würde das gerne wissen", sagte Sally Heath.

Palin selbst warf den Medien vor, weiterhin Falschmeldungen über sie und ihre Familie zu verbreiten. "Das Gerücht, ich wüsste nicht, dass Afrika ein Kontinent ist, gibt es immer noch, aber das ist eine Lüge", sagte sie.

Palin gilt als mögliche Herausforderin von Barack Obama bei den Präsidentschaftswahlen 2012. Sie sei aber nicht sicher, ob die US-Wähler für jemanden bereit seien, der "etwas unkonventionell sei" und die Dinge beim Namen nenne. Gegen Obama anzutreten, wäre eine Mammutaufgabe, da dieser eine Milliarde Dollar in seinen Wahlkampf investieren wolle, so Palin.

hut/AFP

Mehr lesen über

Verwandte Artikel