Beinahe-Katastrophe Flammen im Nachtzug
Varese - Der Zug durchfuhr gegen 4.30 Uhr gerade einen kleinen Bahnhof in der Gegend um den Comer See, als Rauch und Flammen die ersten von insgesamt 440 Reisenden aus dem Schlaf riss. "Unter den Passagiere brach Panik aus", berichtete das italienische Fernsehen. Der Griff zur Notbremse stoppte den brennenden Zug, die Passagiere stiegen so schnell es ging aus.
Die Feuerwehr brauchte nach eigenen Angaben fast drei Stunden für die Löscharbeiten. Auch die Bahnstrecke wurde beschädigt, sie blieb mehrere Stunden gesperrt. Die Ursache des Feuers war zunächst unklärt. Die Waggons stammten von der französischen Eisenbahn.
Der Zwischenfall erinnert an den Brand eines Nachtzuges auf dem Weg von Paris nach München im November 2002, bei dem zwölf Menschen ums Leben gekommen waren. Das französische Verkehrsministerium hatte der Deutschen Bahn später Sicherheitsmängel vorgeworfen und über Monate keine deutschen Schlafwagen nach Frankreich fahren lassen.