Beleidigung auf Kassenbon US-Pizzakette entschuldigt sich bei "Frau Schlitzauge"
Pizzarechnung (Twitter-Screenshot): PR-Desaster auf kleinem Zettel
New York - Kundenzufriedenheit ist bei Papa John's so wichtig, dass das Unternehmen sie in den Rang eines "Kernwertes" erhoben hat. Was Minhee Cho aus New York erlebt hat, mag allerdings gar nicht zum Bild vom Kunden als König passen.
Die Journalistin, die ursprünglich aus Asien stammt, erhielt in einer Filiale der Pizzakette eine Rechnung, auf der "Frau Schlitzauge" ("lady chinky eyes") stand. Cho, die für das US-Nachrichtenportal ProPublica arbeitet, veröffentlichte ein Foto des Bons via Twitter und schrieb: "Hey Papa John's, nur zu eurer Information, mein Name ist nicht 'Frau Schlitzauge'." Das Bild war am Montagmorgen fast 210.000-mal angesehen worden.
Nun versucht die Pizzakette, den Imageschaden zu begrenzen. Man sei über die "Sache mit dem Bon" in New York sehr besorgt, schrieb das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite. "Diese Handlung widerspricht unseren Unternehmenswerten, wir haben von der Filiale bestätigen lassen, dass man sich mit der Sache befasst hat und dass der Mitarbeiter entlassen wird." Man entschuldige sich bei der Kundin.
Cho hat offenbar unterschätzt, welches gewaltige Echo ihr Tweet auslösen würde. "Das geht weit über Minhees Erwartungen hinaus", sagte ein ProPublica-Sprecher. Journalisten seien zur Wohnung Chos gekommen, was sehr störend sei. "Sie will, dass sich das legt, und sie hat nichts Weiteres zu sagen."