Belgien Dreijähriger tötet Säugling
Huy - Den Meldungen zufolge ereignete sich das Drama bereits am Mittwoch in einem Frauenhaus der Region. Die Mutter des vier Wochen alten Mädchens hatte ihr Kind einer Bewohnerin der Einrichtung zur Betreuung überlassen, als der Junge das Baby aus bisher ungeklärtem Motiv misshandelte. Es starb an schweren Kopfverletzungen. Vor den Ermittlern führte der Dreieinhalbjährige seine Tat später mit Hilfe einer Puppe vor.
Der Junge wisse, dass er "sehr weh getan" habe, sei sich der Schwere seiner Tat aber kaum bewusst, meinte Staatsanwalt Pierre Romijn. Einige Ermittler stünden unter Schock, hieß es. Sie sollen psychologische Hilfe bekommen. Der Dreieinhalbjährige sei vorübergehend von seiner ebenfalls schockierten Mutter getrennt und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden.
"Ein so kleines Kind weiß nicht, was der Tod wirklich ist", erläuterte der Kinderpsychiater Jean-Marie Gauthier in der Zeitung "Le Soir". "Die Vorstellung vom Tod als etwas Unumkehrbarem bildet sich erst im Alter von neun oder zehn Jahren." Der Professor an der Universität Lüttich zeigte sich erstaunt über die mutmaßliche Tat des Jungen. Allerdings gebe es Reihe von Beispielen dafür, dass "Kinder sich immer früher sehr gewalttätig verhalten".