Belgien Kinderschänder gesteht sechs Mädchenmorde
Brüssel - Der in Belgien lebende Franzose ist bereits einschlägig vorbestraft und sitzt seit einem Jahr in Belgien in Untersuchungshaft. Seine Frau wirft ihm neun Entführungen und Morde vor. Sie wurde heute wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung verhaftet.
Nach Angaben des öffentlichen Fernsehsenders RTBF hat der Förster Michel F. auch die Entführung und Vergewaltigung eines zwölfjährigen Mädchens am 20. Dezember 1989 gestanden. F. war erst drei Tage zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Den Mord an dem Mädchen, das seitdem spurlos verschwunden ist, habe der Mann abgestritten.
Das Verschwinden des Mädchens wurde immer wieder in Zusammenhang mit der Dutroux-Affäre gebracht. Die Mutter des Kindes gehörte zu den Organisatoren des Weißen Marschs in Brüssel 1996, an dem Tausende Belgier teilnahmen, um unter anderem gegen das marode Justizsystem zu protestieren.
F. war in Frankreich wegen der Vergewaltigung minderjähriger Mädchen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, wurde aber schon nach zwei Jahren wieder freigelassen. Er zog nach seiner Entlassung in einen kleinen belgischen Ort in den Ardennen nahe der Grenze.