Beliebteste Vornamen Die Renaissance von Emil
Wiesbaden - Das meldete am Freitag die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden am Freitag. Sie hatte in fast einhundert Standesämtern nachgefragt.
Bei den Mädchennamen habe "Marie" diesmal "Maria" vom ersten Rang verdrängt. Neu unter den beliebtesten zehn Vornamen sind lediglich "Michelle" und "Lea", dafür rutschten "Vanessa" und "Lisa" nach hinten. Der Name "Michelle" floriert nach Angaben der Sprachforscher seit einigen Jahren vor allem in den neuen Bundesländern.
Bei den Jungennamen landete "Lukas" zum zweiten Mal mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins. Sein Vorsprung wäre noch größer, wenn "Luca" (Rang 18) hinzugerechnet würde.
Insgesamt werden italienische Namen zunehmend beliebter, vor allem für Mädchen. So seien zum Beispiel "Chiara" und "Gina" im Kommen. Aber auch althergebrachte Namen wie "Paul", "Max", "Emma", "Emil" und "Emilie" werden immer öfter von den Eltern ausgewählt.
Ost und West gleichen sich bei der Vornamenwahl nach Darstellung der Sprachforscher immer stärker an: Unter den ersten zehn Namen fänden sich bei den Jungen fünf und bei den Mädchen sogar sieben Übereinstimmungen.
In den neuen Bundesländern geben die Eltern Jungen gern kürzere Namen wie "Tim" und "Tom". Dort gibt man sich auch eher mit nur einem Vornamen zufrieden. Je weiter im Süden der Bundesrepublik die Kinder zur Welt kämen, desto häufiger würden sie mit zwei oder drei Namen bedacht.