Benin: Flugzeug soll überladen gewesen sein - DER SPIEGEL
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Benin Flugzeug soll überladen gewesen sein

138 Menschen starben nach offiziellen Angaben bei dem Flugzeugunglück vor der Küste von Benin. Die Ermittler vermuten bislang, dass die Maschine wegen Überladung ins Meer stürzte. Nähere Hinweise soll jetzt die gefundene Blackbox liefern.
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Cotonou/Beirut - Es habe den Anschein, als sei die Zahl der Passagiere höher gewesen als üblich , sagte der libanesische Außenminister Jean Obeid dem britischen Nachrichtensender BBC. Außerdem sei die Ladung viel zu schwer gewesen. In Beirut, dem Zielort des Fluges, hieß es, die Boeing 727 habe acht Tonnen zu viel Gewicht gehabt.

Noch am Wochenende sollten französische Luftfahrtexperten in Benin eintreffen, die die Untersuchungen unterstützen sollten. Der Flugschreiber wurde am späten Samstagabend aus den Trümmern geborgen, wie der beninische Außenminister Ahmed Akobi der Nachrichtenagentur AP sagte.

Den Stimmenrekorder aus dem Cockpit der Unglücksmaschine hatten Taucher bereits am Freitag gefunden. Nach Angaben von Akobi wurden bislang 130 Leichen geborgen, zehn Insassen der Boeing 727 wurden noch vermisst. 21 Menschen, darunter der Pilot, überlebten den Absturz vom Donnerstag.

Die meisten Toten sollten mit einer französischen Frachtmaschine nach Libanon gebracht werden. Ein Großteil der Opfer waren libanesische Gastarbeiter, die zu Weihnachten nach Hause reisen wollten. Unter den Toten waren auch 15 UN-Soldaten aus Bangladesch, die von Einsätzen in Sierra Leone und Liberia zurückkehrten, sowie zwei Iraner.

Das Flugzeug der United Transport Airlines aus Guinea war in Conakry gestartet und hatte in Freetown in Sierra Leone sowie in Cotonou weitere Passagiere mit dem Ziel Beirut aufgenommen. Unmittelbar nach dem Start in Cotonou geriet die Maschine mit insgesamt 161 Insassen an Bord in Schwierigkeiten und stürzte vor Benin ab, das zwischen Togo und Nigeria am Golf von Guinea liegt. Als mögliche Ursache wurde eine Überlastung des Flugzeugs angegeben. Die Regierung von Benin rief eine dreitägige Staatstrauer aus.