Berlin Eine Million Menschen feiern am Tor
Berlin - Höhepunkt des acht Millionen Mark teuren Berliner Silvester- Spektakels war kurz vor Mitternacht eine eindrucksvolle Show aus Feuer, Licht und Musik an der Siegessäule. Unter dem Motto "Welcome 2001 - Berlin Open End" verfolgten Zehntausende, wie Flammenbälle und Vulkane in den klaren Nachthimmel aufstiegen. Rote bengalische Feuer tauchten die 69 Meter hohe Säule in ein magisches Licht.
Die Silvester in Berlin GmbH hatte ursprünglich 1,5 Millionen Besucher erwartet, zeigte sich aber zufrieden mit dem Besucheransturm. Zur Millenniumsparty im Vorjahr waren über zwei Millionen Besucher nach Berlin gekommen. Hotels und Pensionen waren diesmal nicht ausgebucht.
Für Polizei und Feuerwehr verlief die Silvesternacht in der Hauptstadt ohne größere Probleme. "Es gab wieder viel Arbeit, aber insgesamt war die Nacht der Nächte friedlich und reibungslos", sagte Polizeisprecher Jörg Seeger. Im Stadtteil Neukölln kam es allerdings zu einer Bluttat. Hier wurden drei afghanische Asylbewerber von Unbekannten ermordet.
An der Partymeile waren rund 1500 Polizisten, 500 Ordner und mehr als 500 Rettungskräfte unterwegs. Internationale Stars, Videowände, Musik und Glühweinstände sorgten für Rummel-Atmosphäre. Als Publikumsmagnet erwies sich die "Eisbar" am Luxushotel Adlon. Auch am Neujahrstag herrschte noch reger Betrieb an dem Tresen aus Eisblöcken. Bis abends sollten etwa 1 000 Liter Glühwein ausgeschenkt sein. Zeitgleich arbeiteten 200 Beschäftigte der Stadtreinigungsbetriebe daran, den Müll der Neujahrsnacht auf der Partymeile zu beseitigen.