Berlin Tierpark freut sich über Eisbärbaby
Der Berliner Tierpark ist ein Dreivierteljahr nach dem plötzlichen Tod von Eisbärbaby Fritz wieder hoffnungsfroh: Seine Mutter Tonja hat erneut winzigen Nachwuchs bekommen. Sie brachte am Donnerstag zwei Jungtiere zur Welt, von denen allerdings nur noch eines am Leben ist, wie der Tierpark im Osten der Hauptstadt nun mitteilte. Das hatten Pfleger demnach entdeckt, als sie sie Aufzeichnungen einer Überwachungskamera durchsahen.
Das Baby ist etwa meerschweinchengroß und hat wie üblich noch kein typisch flauschiges Fell. Das zweite Jungtier kam nach Tierpark-Angaben tot zur Welt. Es sei inzwischen nicht mehr auf den Kamerabildern aus der Wurfhöhle zu sehen. Das deutet darauf hin, dass die Mutter es - wie bei Eisbären in solchen Fällen üblich - gefressen hat.
Auch das andere Junge, dessen Geschlecht noch unklar ist, hat eine kritische Phase vor sich. Bei Eisbären liegt die Jungtiersterblichkeit bei etwa 50 Prozent. "In den ersten 10 Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungtier nicht überlebt, besonders hoch", sagte Zoodirektor Andreas Knieriem. "Wir freuen uns sehr, doch wie auch im letzten Jahr heißt es jetzt erst einmal Daumendrücken."
Berlin: Eisbärbaby im Tierpark geboren
Zuletzt war unklar, ob Tonja überhaupt trächtig ist. Sie hatte sich im Oktober in ihre künstliche Wurfhöhle zurückgezogen und ist - wie auch der Nachwuchs - zunächst nicht für Besucher zu sehen. Ihr Partner Woldoja befindet sich derzeit auf der Außenanlage.
Im November 2016 hatte Tonja erstmals Junge zur Welt gebracht: Zwillinge. Es waren für den Tierpark die ersten neugeborenen Eisbären seit 22 Jahren. Entsprechend groß war die Begeisterung - fast zehn Jahre nach der Geburt des berühmten Eisbären Knut aus dem Zoo in der City West. Eines der beiden Jungtiere starb nach einigen Tagen, das zweite - Fritz - erkrankte im Alter von vier Monaten überraschend und starb ebenfalls. Die genaue Todesursache ist bis jetzt nicht geklärt.