Berlin entsetzt: Mehrere Kampfhunde ausgesetzt - DER SPIEGEL
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Berlin entsetzt Mehrere Kampfhunde ausgesetzt

Kaum nachdem die Verordnung für Kampfhunde verschärft wurde, wollen mehrere Halter ihre Hunde offenbar loswerden. Allein in Berlin wurden acht Kampfunde aufgegriffen. Doch die Tierheime in der Hauptstadt sind voll.
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Berlin - Nach Angaben des Tierheims Lankwitz wurden allein in der Nacht zum Donnerstag acht der gefährlichen Hunde im Stadtgebiet aufgegriffen. In der Nacht zum Freitag waren es immerhin noch zwei. Das Tierheim habe am Donnerstag einen absoluten Aufnahmestopp für Kampfhunde erlassen müssen, berichtete Sprecherin Carola Ruff am Freitag. Mit 78 dieser gefährlichen Tiere sei die Aufnahmekapazität absolut erschöpft.

Damit gibt es nach Angaben der Sprecherin jetzt keine Stelle mehr in Berlin, die solche Hunde aufnehmen kann. "Sollen die Leute die Hunde doch zu Herrn Werthebach bringen", sagte Ruff in Anspielung auf die Zuständigkeit des Berliner Innensenators Eckart Werthebach (CDU). Seit zehn Jahren versuche das Tierheim erfolglos, den Senat zu einem stärkeren Engagement zu bewegen.

Seit Mittwoch gilt in der Hauptstadt Leinen- und Maulkorbzwang für Kampfhunde; für fünf besonders gefährliche Rassen zusätzlich eine Meldepflicht. Mit dieser Verschärfung der Hundeverordnung hatte der Senat auf den tödlichen Angriff eines Kampfhundes auf einen Sechsjährigen in Hamburg reagiert.