Berlin: Leichtflugzeug stürzt vor Reichstag ab - DER SPIEGEL
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Berlin Leichtflugzeug stürzt vor Reichstag ab

Auf einer Wiese vor dem Berliner Reichstag ist am Abend ein Ultraleichtsegler abgestürzt. Der Pilot kam ums Leben. Innensenator Ehrhart Körting sagte noch am Abend, nichts deute auf einen terroristischen Hintergrund hin.
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Berlin - Der Absturz ereignete sich gegen 20.29 Uhr. Die Absturzstelle liegt auf einer Wiese an der westlichen Seite des Reichstagsgebäudes, vor dem Eingang zur Reichstagskuppel, genau zwischen dem Sitz des Bundestags und dem Bundeskanzleramt.

"Es deutet nichts, aber auch gar nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin", sagte Berlins Innensenator Ehrhart Körting noch am Abend bei einer Pressekonferenz. Entweder es handele sich um einen Unfall oder der Pilot habe die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht, sagte Körting weiter. Der Pilot sei noch nicht identifiziert, und die Hintergründe des Absturzes könnten frühestens am Samstag aufgeklärt werden.

Ein Ermittler vor Ort hatte SPIEGEL ONLINE schon kurz nach dem Absturz bestätigt, dass der Pilot weder Sprengstoff noch andere explosive Stoffe an Bord gehabt habe.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen Ultraleichtsegler, der nahezu senkrecht abstürzte und auf dem Rasen aufschlug. Von dem kleinen Segler, einer Art Segeldrachen mit einem Rotor hinter dem Pilotensitz, war nach Angaben der Ermittler vor Ort so gut wie nichts mehr übrig. Erste Hilfsmaßnahmen seien gescheitert, da der Pilot offenbar bei dem Absturz sofort ums Leben kam.

Über dem Berliner Regierungsviertel gibt es keine allgemeine Flugverbotszone. Ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung sagte, der Segler sei "überhaupt nicht bei uns auf der Frequenz" gewesen. Allerdings haben kleine Leichtsegler in der Regel keinen Funk an Bord.