Berlin: Polizist bei Festnahmeversuch erschossen - DER SPIEGEL
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Berlin Polizist bei Festnahmeversuch erschossen

Als Beamte eines Spezialkommandos in Berlin-Neukölln einen wegen Mordversuchs gesuchten Mann verhaften wollten, wurde das Feuer auf sie eröffnet. Einer der Polizisten kam ums Leben.
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Berlin - Die Polizisten wollten einen Libanesen festnehmen, der wegen versuchten Mordes und Messerstecherei mit Haftbefehl gesucht wurde. Als die Polizisten die Wohnung des Gesuchten stürmten, wurde das Feuer auf sie eröffnet.

Ein zweiter Beamter wurde laut Polizei durch mehrere Schüsse verletzt. Er schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Vier Männer wurden in der Wohnung festgenommen, darunter vermutlich auch der Schütze. Wer jedoch genau geschossen hat, konnte die Polizei auch heute morgen noch nicht mit Sicherheit sagen.

Der getötete Beamte war als erster in die Wohnung eingedrungen und durch einen Schuss zwischen Helm und Schutzschild im Gesicht getroffen worden. Kurze Zeit später starb er an seinen Verletzungen im Krankenhaus. Der Beamte hinterlässt seine Lebensgefährtin und eine einjährige Tochter.

Der Hintergrund der Polizeiaktion war laut Staatsanwalt Michael von Hagen eine gewalttätige Auseinandersetzung am 18. April vor einer Diskothek. Damals war ein Streit zwischen Angehörigen der Türsteher-Szene so eskaliert, dass ein Discotheken-Besucher durch einen Messerstich schwer verletzt wurde. Es waren Haftbefehle wegen versuchten Mordes gegen zwei Tatverdächtige erlassen worden. Einer der beiden Männer konnte in Berlin-Wedding festgenommen werden, der zweite sollte bei der Aktion in Neukölln überwältigt werden.