Berlin Verletzte bei S-Bahn-Unglück
Berlin - Ein Zug der Linie S 7 hatte am Bahnhof "Hackescher Markt" gestanden, als plötzlich von hinten ein zweiter Zug von Richtung Alexanderplatz auffuhr. In den letzten beiden Waggons des vorderen Zuges zersplitterten bei dem Aufprall die Glasscheiben, die die Abteile voneinander abtrennen. Die Fahrgäste wurden herumgeschleudert und zu Boden geworfen. Acht von ihnen verletzten sich an den Scherben, sechs Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht, teilte der S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz mit. Der Fahrer des hinteren Zuges habe einen Schock erlitten.
Die Ursache des Unfalls ermitteln jetzt der Bundesgrenzschutz und das Eisenbahnbundesamt. Sie gehen auch der Frage nach, ob der Fahrer des zweiten Zuges ein Halte-Signal übersehen hat.
Eine Stunde lang war der S-Bahn-Betrieb gestört, seit 14.30 Uhr ist die Linie eingleisig wieder befahrbar. Die Höhe des Schadens konnte der Sprecher noch nicht nennen. Allerdings sei kein Wagen aus dem Gleis gesprungen und kein weiterer äußerer Schaden erkennbar.
Nicole Janz