Berlin: Wandgemälde des getöteten Clanmitglieds Nidal R. übermalt - DER SPIEGEL
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Erschossenes Clanmitglied Wandgemälde des getöteten Nidal R. übermalt

Die Berliner Behörden haben ein Wandgemälde übermalen lassen, das den erschossenen Intensivstraftäter Nidal R. zeigte. Der Bezirk Neukölln will damit verhindern, dass der Kriminelle zur Ikone wird.
Maler am Tempelhofer Feld
Maler am Tempelhofer Feld

Maler am Tempelhofer Feld

Foto: Paul Zinken/ dpa
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Zwei Maler haben in Berlin ein Graffito überstrichen, das den erschossenen Kriminellen Nidal R. zeigte. Polizisten und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Falko Liecke (CDU) waren dabei, als die Handwerker am frühen Morgen das Wandgemälde verschwinden ließen.

Wann die Maler anrücken würden, hatte die Berliner Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt vorab nicht mitgeteilt. Offensichtlich befürchtete man Widerstand von Mitgliedern arabischer Mafiagruppierungen.

"Das Bild ist Geschichte", sagte Liecke. Er wertete das Übermalen des Graffitis als klare Ansage an kriminelle Banden in Berlin. Damit soll eine weitere Glorifizierung des Verbrechers verhindert werden. Die Wand solle nun von Kindern aus einer Neuköllner Jugendeinrichtung neu gestaltet werden.

Das gesprayte Porträt befand sich auf der Rückseite eines kleinen Gebäudes am Tempelhofer Feld, dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin Tempelhof. Wegen des Wandgemäldes hatte die Polizei Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

Das inzwischen übermalte Wandbild

Das inzwischen übermalte Wandbild

Foto: Paul Zinken/ dpa

Nidal R. war am Nachmittag des 9. September am Rand des Tempelhofer Feldes niedergeschossen worden. Er starb später im Krankenhaus. Auf den 36-Jährigen wurden acht Schüsse abgefeuert, mehrere Männer waren an der Tat beteiligt. Die Polizei konnte bislang keinen Verdächtigen fassen. Zu R.s Beerdigung, abgesichert von einem großen Polizeiaufgebot, waren bis zu 2000 Trauergäste gekommen.