Berliner Fashion Week Krisenmode trifft Modesünde
Berlin - Es war die Show zur Krise: Der Berliner Designer Michael Michalsky zeigte seine Kollektion für den Sommer 2010 vor einer Kulisse, die von der aktuellen Wirtschaftskrise und dem Börsenkrach der 20er Jahre inspiriert war. Die Models liefen zur Musik von DJ Hell durch Bühnenbauten, die eine Mischung aus Berlin und New York darstellten. Auf dem Boden lagen Aktienscheine - ein Motiv, das sich auch auf den Michalsky-Stoffen auf dem Laufsteg wiederfand.
Zu der spektakulären Show im Friedrichstadtpalast kamen am Freitagabend auch einige prominente Gäste, darunter auch die Schauspielerinnen Katja Riemann, Jessica Schwarz und Jenny Elvers-Elbertzhagen sowie Kollege Thomas Kretschmann. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und sein Freund Jörn Kubicki rahmten Minu Barati-Fischer ein.
Für Rummel sorgten Boris Becker und seine Frau Lilly, die sich am Samstag die Schau des Berliner Modelabels Kaviar Gauche ansahen. Becker besuchte die Fashion Week bereits zum dritten Mal und war eigens aus Wimbledon eingeflogen, wo er als Tenniskommentator für die BBC arbeitet.
Der 42-Jährige räumte ein, einige Modesünden hinter sich zu haben: "Ich habe mich ausprobiert." Jetzt habe er seinen Stil gefunden, sagte Becker, und ordnete diesen als "sportlich-elegant" ein. Diesmal bedeutete dies ein rosafarbenes Hemd.
Auch das Outfit seiner Frau war nicht jedermanns Geschmack: die 33-Jährige posierte in goldenen Glitzer-Bermudas vor den Fotografen.
Weitere Highlights der diesjährigen Berliner Modewoche und der parallel verlaufenen Messe Bread & Butter waren eine Modenschau in einer U-Bahn. Die Veranstaltungen gingen am Samstag zu Ende.