Bern: Besucher fällt in Bären-Gehege - DER SPIEGEL
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Bern Besucher fällt in Bären-Gehege

Dramatische Szenen im neuen Berner Bären-Park: Ein geistig behinderter 25-Jähriger ist in das Gehege gelangt und von einem Bär angegriffen worden. Ein alarmierter Polizist schoss nach wenigen Minuten den Bären Finn nieder und verletzte ihn schwer.
Rettungseinsatz: Helfer bergen den Verletzten aus dem Bären-Gehege in Bern
Rettungseinsatz: Helfer bergen den Verletzten aus dem Bären-Gehege in Bern

Rettungseinsatz: Helfer bergen den Verletzten aus dem Bären-Gehege in Bern

Foto: A1885 epa Keystone/ dpa
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Bern - Der 25-jährige Park-Besucher war am Samstag gegen 16 Uhr auf die Mauer zu dem Bären-Gehege geklettert. Die Überwachungskameras zeigten, dass er dort zunächst in Kauerstellung verharrte. Dann fiel er hinunter. Im Gehege ging der Mann auf den Bären zu, der ihn sogleich angriff. Passanten versuchten, den Bären abzulenken, indem sie Gegenstände ins Gehege warfen. Die sofort alarmierte Polizei traf schon wenige Minuten später in dem Tierpark ein. Nach sieben Minuten gab einer der Beamten einen gezielten Schuss ab und verletzte den Bären schwer.

Rettungskräfte bargen den verletzten Mann aus dem Gehege. Lebensgefahr besteht bei ihm nicht. Ob der Bär überleben wird, war am Sonntag noch unklar. Der Einsatz von Narkose-Munition statt der scharfen Patrone hätte nach Angaben von Park-Direktor Bernd Schildger nichts gebracht, weil sie erst nach Minuten gewirkt hätte. Den Versuch der Passanten, das Tier von seinem Opfer abzulenken, nannte Schildger sinnlos. Damit hätten sie den vier Jahre alten Bären, der sein Territorium verteidigen wollte, eher noch mehr gereizt.

Der Bären-Park ist eine neue Anlage direkt am Ufer der Aare. Sicherheitsdirektor Reto Nause sagte am Sonntag, er hoffe, dass der Mann sich schnell erhole und keine bleibenden Schäden davontrage. "Das ist ein tragischer Tag für den Verletzten, für den Bären und für die Angestellten des Parks", sagte Schildger.

"Was sich im Bärenpark abgespielt hat, waren schreckliche Szenen, die uns tief betroffen machen", sagte Nause. Bis tief in die Nacht habe man die Bilder der Überwachungskameras analysiert. Bisher ist dennoch unklar, ob der Mann von der Mauer, die das Bärengehege abgrenzt, gefallen oder gesprungen war. Ob nach dem Vorfall die Sicherheitsstandards an dem Gehege erhöht werden, hänge vom Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen ab, hieß es.

ler/dpa

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