Bernsteinzimmer Wiederauferstehung für 6,5 Millionen
Das weltweit einmalige Werk war im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht im Zarenschloß bei St. Petersburg demontiert und nach Westen gebracht worden. 1945 verliert sich seine Spur in Königsberg. Seitdem haben zahlreiche Experten und Abenteurer vergeblich nach dem verlorenen Schatz gesucht. Ursprünglich hatte der preußische König Friedrich Wilhelm I. das Bernsteinzimmer im Jahr 1716 dem russischen Zaren Peter dem Großen geschenkt.
Fachleute des Katharinenpalasts hatten schon vor Jahren begonnen, mit Hilfe der erhaltenen Zeichnungen und Pläne das Bernsteinkabinett nachzubauen. Doch verzögerte Geldmangel bis heute die Fertigstellung.
Die Ruhrgas AG will nun anläßlich ihres 75jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2001 mit ihrer Millionenspende sicherstellen, daß das Bernsteinzimmer rechtzeitig zum 300. Jahrestag der Grundsteinlegung von St. Petersburg im Jahr 2003 wiederersteht. "Das Bernsteinzimmer hat symbolische Bedeutung für die wechselvolle Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen", sagte Ruhrgas-Chef Friedrich Späth am Montag in Essen.
Der Konzern ist seit langem eng mit Rußland verbunden. Seit über 25 Jahren bezieht er von dort Erdgas, insgesamt bisher rund 350 Milliarden Kubikmeter. Im letzten Jahr wurde Ruhrgas als erstes ausländisches Unternehmen direkter Aktionär des russischen Gasproduzenten Gasprom.