Berufungsprozess: Autobahnraser will Freispruch - DER SPIEGEL
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Berufungsprozess Autobahnraser will Freispruch

Der Mann, der im Februar schuldig gesprochen wurde, durch dichtes Auffahren den Tod von zwei Menschen verschuldet zu haben, steht erneut vor Gericht. In der Berufungsverhandlung will der ehemalige DaimlerChrysler-Testfahrer beweisen, dass er nichts mit dem tödlichen Unfall einer jungen Frau und ihrer Tochter zu tun hatte.
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Karlsruhe - Der Verteidiger des verurteilten Fahrers sprach vor Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Karlsruhe von einer "sehr dünnen Beweislage", auf Grund derer man seinen Mandanten damals zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt habe. Der Ingenieur Rolf F., der inzwischen von DaimlerChrysler entlassen wurde, bestreitet seine Schuld. Er will einen Freispruch erreichen.

Im Berufungsprozess werden sämtliche Beweise nochmals neu bewertet. Verteidiger Georg Prasser kündigte an, er werde den Ablauf des Unfalls minutiös rekonstruieren lassen und Widersprüche der Zeugen aufdecken.

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Amtsgerichts war der Angeklagte am 14. Juli vergangenen Jahres mit einem 500 PS starken Mercedes-Coupé auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe so dicht auf den Kleinwagen einer 21-jährigen Autofahrerin aufgefahren, dass diese das Steuer verriss und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der Wagen prallte gegen eine Baumgruppe, Mutter und Tochter waren sofort tot.