Besiegelt: Prinz Harry zieht in den Krieg - DER SPIEGEL
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Besiegelt Prinz Harry zieht in den Krieg

Nun steht es fest: Die Nummer drei der britischen Thronfolge wird bald als Soldat im Irak eingesetzt. Nach anhaltenden Spekulationen, dem blaublütigen Leutnant könnte wegen Sicherheitsbedenken der Dienst im Kriegsgebiet erspart bleiben, hat der britische Oberkommandierende ein Machtwort gesprochen.
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London - Der 22-jährige Enkel von Königin Elizabeth II. werde demnächst wie geplant im Süden des Iraks seinen Dienst als
Offizier versehen, erklärte Generalstabschef Sir Richard Dannatt heute. "Ich habe eine Entscheidung als Kommandeur über alle Angehörigen der Armee, einschließlich Prinz Harry, getroffen", sagte Dannatt. "Und ich habe entschieden, dass er eingesetzt wird."

Es bleibe aber dabei, dass die Entscheidung ständig im Hinblick auf die Entwicklung der Sicherheitslage im Irak überprüft wird. "Wenn sich die Umstände derartig ändern, dass ich diese Entscheidung abändern muss, dann werde ich eine weitere Erklärung abgeben", sagte der Oberkommandierende der britischen Streitkräfte.

Islamistische Milizen und Aufständische im Gebiet der Hafenstadt Basra, wo das britische Militärkontingent stationiert ist, hatten gedroht, sie würden den Prinzen als Geisel entführen oder gar töten. Er werde seiner Großmutter "ohne Ohren zurückgeschickt", erklärten Anführer der Schiiten-Miliz "Mahdi-Armee". "Nicht nur die Mahdi-Armee, sondern jeder Iraker, der die Briten und die Amerikaner hasst, wird alles tun, damit er gefangen wird, ebenso alle Mudschahedin-Kämpfer und alle Mitglieder der al Qaida werden das versuchen", sagte Abu Mujtaba, einer der Kommandeure der Miliztruppe, der Londoner Zeitung "The Guardian".

Das britische Außenministerium hatte diese Ankündigungen als "Propaganda" zurückgewiesen. Prinz Harry hatte stets betont, er wolle unbedingt mit seinen Kameraden im Irak dienen. Laut
Medienberichten hat der Prinz bereits ein Testament geschrieben. Sein sechsmonatiger Irak-Einsatz soll Mitte Mai beginnen.

kai/dpa