"Big Brother" Ausbrecher wollen gegen Sender klagen
Kopenhagen - Wie die Kopenhagener Zeitung "Politiken" am Freitag berichtete, wollen die inzwischen landesweit bekannten Ausbrecher Sören, 25, Christian, 24, und Pil, 32, damit ihre Verträge annullieren lassen, die ihnen jede öffentliche Äußerung ohne Genehmigung des Senders bis zum Ablauf der Serie verbieten. Verfassungsrechtler bescheinigten ihnen mit der Klage gegen den so genannten Maulkorb-Erlass gute Chancen vor Gericht, weil die generelle Außerkraftsetzung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung "gegen die guten Sitten" verstoße.
Die drei hatten am Osterwochenende den rund um die Uhr von Kameras überwachten Container im Kopenhagen verlassen, während vier Teilnehmer dort blieben. Als Grund für die "Flucht" wurde vom Sender die Verweigerung von Alkohol- und Zigarettennachschub angegeben. Die drei Betroffenen selbst erklärten dagegen, sie würden es nicht mehr über sich bringen, andere Teilnehmer aus dem Programm herauszustimmen. Der von den Zuschauern zu wählende Sieger der über 100 Tage laufenden Serie erhält in Dänemark 500.000 Kronen (130.000 Mark). Die Show läuft noch bis zum 10. Mai.