"Big Brother": Jürgen lässt Endemol abblitzen - DER SPIEGEL
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"Big Brother" Jürgen lässt Endemol abblitzen

Die Hoffnung, mit den Finalisten von "Big Brother" noch mal das ganz große Geld zu machen, geht für Endemol offenbar nicht in Erfüllung. Der zweitplatzierte Jürgen erteilte der Produktionsfirma bereits eine Absage. Er will sich nicht auf Tingeltour durch Talkshows und TV-Serien schicken lassen.
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Hamburg - Der "kultige" Zlatko Trpkovski wird trotz seines frühzeitigen Ausscheidens aus der Spanner-WG vermutlich der große Gewinner der RTL-2-Show bleiben. Die drei Finalisten Andrea, Jürgen und John werden dem TV-Produzenten Endemol aller Voraussicht nach weniger Zusatzeinnahmen als erwartet bescheren.

"Die Vermarktung unserer Kandidaten ist zwar eine schöne Einnahme, aber nicht das primäre Interesse der Firma Endemol", sagt Endemol-Marketingchef Christian Rottmann, dem gerade für Jürgen etliche Angebote vorliegen. Mit dem lange Zeit als Favoriten geltenden Kölner, der sich in der Endausscheidung knapp dem Potsdamer John geschlagen geben musste, hatte Rottmann ein langes Gespräch. Darin machte ihm der Zweitplatzierte jedoch klar, dass die Zurschaustellung in TV-Shows und auf Betriebsfeiern nicht seine Sache sei. Auch Jürgens Arbeitgeber, der Autobauer Ford, der gerne mit ihm geworben hätte, kann nicht auf werbeträchtige Auftritte seines Mitarbeiters setzen.

Andrea als TV-Moderatorin?

Jürgen steht nur für die Promotion seiner gemeinsamen CD mit dem WG-Kumpel "Sladdi" (Titel: "Großer Bruder") zur Verfügung und wird dafür mit Zlatko auch in der nächsten Woche in der "Harald-Schmidt-Show" bei Sat 1 auftreten. Der eher dröge wirkende John, der Sieger der Fernsehshow, bei der die Kandidaten 100 Tage abgeschirmt von der Außenwelt und von Kameras überwacht in einem schlichten Container lebten, verspricht dagegen kaum Erfolg. "John ist von seiner Persönlichkeitsstruktur weniger extrovertiert", sagt Rottmann. "Da ist keine große Karriere in Sicht." Nichts wirklich Konkretes biete sich für den Mann an, der sich seine Mitbewohner so gut bekochen konnte. "Ein paar kleinere Sachen" beabsichtigt der 26-Jährige, wie er in der "Harald-Schmidt-Show" verriet.

Die Drittplatzierte, die Kölnerin Andrea, hat nach Endemols Einschätzung dagegen eine "ausgeprägte Persönlichkeit". Sie sei geeignet, beispielsweise eine TV-Show zu moderieren. "Wir werden ihr in dieser Angelegenheit helfen", sagt Rottmann. Auch an eine CD sei gedacht. Am Weiterkommen seiner Containerstars hat der holländische TV-Konzern, der vom spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica geschluckt wurde, ein großes Interesse: Die Kandidaten mussten vor dem Einzug unterschreiben, dass sie 50 Prozent ihrer Einnahmen aus der Weiterverwertung ihres Ruhms an Endemol abtreten.

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