Big Brother "Nicht jede Idiotie nachäffen"
Hamburg - In der Sendung sollen vom 1. März an zehn Kandidaten 100 Tage in einem Flachbau eingeschlossen und rund um die Uhr von Kameras und Mikrofonen überwacht werden. Beck sieht dabei eine Verletzung von Programmgrundsätzen, berichtet "Bild am Sonntag".
In einem Brief an die für RTL 2 zuständige hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk, der der Sonntagszeitung vorliegt, schreibt der SPD-Politiker: "Die Beschreibung der Inhalte dieser Serie lässt mich zu dem Schluss kommen, dass hier gegen elementare Programmgrundsätze des Rundfunkstaatsvertrags verstoßen wird ... Ich gehe davon aus,dass Sie auch Ihrer aufsichtsrechtlichen Verantwortung über den privaten Rundfunk gerecht werden."
Beck, der auch Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder-Regierungschefs ist, mahnt: "Wir dürfen es uns nicht länger leisten, einen Werteverfall in unserer Gesellschaft zu beklagen und gleichzeitig derartigen Entwicklungen tatenlos zuzusehen." Dass die Serie "Big Brother" in den Niederlanden hohe Einschaltquoten erzielt hat, beeindruckt den Ministerpräsidenten nicht. Beck sagte zu "Bild am Sonntag": "Die Jagd auf die Quote erlaubt nicht allen Mist. Wir müssen nicht jede Idiotie, die im Ausland hohe Einschaltquoten hatte,in Deutschland nachäffen."